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Allerseelen

Es ist wieder einmal so weit: Allerheiligen und Allerseelen stehen vor der Tür. Das heißt: Man gedenkt der Toten, so wie man sich am Muttertag erinnert, dass man eine Mutter hat. Das ganze Jahr verschwendet man keinen Gedanken an die verstorbene Erbtante, der man sein nobles leben verdankt, aber zu Allerheiligen ist man genötigt, sich an sie und ihre Marotten und Sekkanterien zu erinnern.

Mal ehrlich: Den meisten Leuten gehen die Toten doch am Arsch vorbei. Feiertage wie Allerheiligen dienen om Prinzip genau wie der Muttertag am ehesten der Geschenkindustrie, in diesem Fall den Gärtnereien und sonstigen Pflanzenvertreibern. Man geht auf den Friedhof nicht um seinen Verstorbenen zu gedenken, sondern weil es sein muss. Was könnten denn die anderen Leute sagen? Hauptsache, die Grabstätten bieten sich in akzeptablen Äußeren dar und man hat wieder fürein Jahr seine Pflicht erfüllt.

Das gilt sicher nicht für alle Menschen. Genauso, wie es grnügend Leute gibt, die ihre Mutter auch außerhalb des Muttertags besuchen und lieben. Aber für die meisten Menschen gilt es. Man kann es ja gut selber beobachten in Tagen wie diesen.

Was mich betrifft, sieht mich der Friedhof erst wieder bei meiner Beerdigung. Was soll ich da? Ich denke dann und wann an die Verstorbenen, zu denen ich ein gutes Verhältnis hatte, die anderen sind mir ohenhin egal. In meinem Alltag, in meinem Leben habe ich genug zu tun, genug Interessen zu verfolgen und da hat der Tod keinen besonderen Platz, außer der Tatsache, dass es ihn gibt und er wird jeden von uns bekommen, früher oder später.

Für mich bedeutet Allerheiligen nur Tristesse in dem von mir wenig geliebten, teilweise verabscheuten Herbst. Stillstand und Leere. Davon werde ich am Ende meines Lebens ohnehin noch genug haben. Bis dahin will ich meine Leben so gut wie möglich verbringen und von falschem Getue wie zu Zeiten wie diesen Abstand nehmen. An diejenigen, die mir etwas bedeutet haben denke ich sowoeso immer wieder gern zurück und das denke ich genügt auch. Nicht vergessen zu werden sollte am Ende stehen, nicht falsches Gedenken. 

31.10.17 10:22, kommentieren

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Das Kreuz mit unerledigten Vorhaben

Geht es Ihnen auch? Man nimmt sich für den kommenden Tag einiges vor, teilt sich die Zeit ein und dann... Ja, dann, istd er tag vorüber und man hat nur einen Bruchteil von dem erledigt, was man erledigen wollte.

Dabei war es gar nicht sooo viel, alles hätte getan werden können, ist es aber nicht. Die Frage ist, woran das liegt. An fehlendem Enthusiasmus und Engagement - zumindest im Vorfeld - lag es nicht. Rückblickend stellt man fest, dass es eigentlich gut begonnen hat und eine zeitlang auch so weitergegangen ist. Aber dann, irgendwo kam der Einbruch, kam der Tatendrang zum Stocken und zu guter Letzt zum Stillstand.

Es lag nicht auf keinen Fall an mangelnder Zeit, die zur Verfügung stand, dazu war das Programm, das man sich vorgenommen hatte, bei weitem nicht gedrängt. Es lag nicht an der Einstellung, man wollte ja produktiv sein, aber woran haperte es dann?

Ich denke, es liegt an den eher unangenehmen Dingen, die man erledigen muss oder an denen, die einen zwar durchaus nicht unerfreulich sind, aber irgendwie hat man den Elan dafür verloren, ist nicht ind er Stimmung, in der man sein sollte...

In beiden Fällen gibt es ohnhin nur eine Lösung: Alles auf Morgen verschieben und dann erledigen. Morgen wird ja bekanntlich alles besser. Und wenn es dann auch nicht klappen sollte, dann gibt es vor allem bei den unangenehmeren Dingen ohnehin ein Zeitfenster, dem man nicht auskommt.

Nun denn, ich probier es einmal mogen wieder, wird schon klappen, irgendwie.

24.10.17 16:48, kommentieren