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Die Leere nach dem Abgang

Knapp zwei Wochen ist es her, dass unser Hund gestorben ist. Die Stimmung liegt noch immer darnieder, vor allem meine Frau hat fällt immer wieder in ein tiefes Loch, macht sich Vorwürfe, als wäre es ihre Schuld, dass das passiert ist.

Sicher, man kann schon der Ansicht sein, dass Trauer um einen verstorbenen Hund oder ein anderes Haustier übertrieben sein mag, bei einem Schwein oder Rind oder gar einem Huhn macht man doch auch kein Wetter. Und übergaupt, den Tod eines Tieres kann man doch nicht mit dem eines Menschen gleichsetzen!

Doch, man kann.  Vor allem dann, wenn einem das Tier ans Herz gewachsen ist oder wie einem mehr bedeutet, als Menschen. Mir zumindest geht es so. Es gibt nocht viele Menschen, die mir wichtiger sind, als meine Haustiere. Mir geht unsere "Kleine" auch ab. Niemand mehr, der einen wie einen lang Vermissten begrüsst, wenn man nach der Arbeit nach Hause kommt. Niemand mehr, der es sich neben dir bequem macht, etwa beim Fernsehen, niemand mehr, der dir zeigt, wie sehr er dich liebt, auch geschimpft wird und man seinen geliebten Anhang zum Teufel wünscht.

Wie sehr einem sein Haustier abgeht, zeigt sich dann, wenn es nicht mehr da ist. Und es hinterlässt eine Lücke und bis die wieder halbwegs zugedeckt ist, das dauert. Wie bei einem geliebten Menschen.

24.4.17 15:40

Letzte Einträge: Die letzten Schultage, Ferienbeginn, Allein zu Haus, allein zu Haus Teil 2, Schöner Wohnen Ende, Wetter und Urlaub

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Marie / Website (24.4.17 19:03)
Hallo,

ich bin gerade hier reingestolpert und möchte Dir erst mal sagen, dass mich Dein Lebensmut wirklich sehr beeindruckt. Chapeau!

Zu Deinem aktuellen Beitrag....es tut mir leid, dass Euer Hund gestorben ist und das er eine große Lücke hinterlässt, ist nachvollziehbar.
Ich glaube, jeder der eine innige Beziehung zu einem Tier gepflegt hat, versteht das.

Dennoch glaube ich, dass es im grundsätzlichen nicht 1:1 vergleichbar ist mit dem Verlust eines Menschen.

Schlimm ist Beides und für jeden hat es eine andere Tragweite, aber ich würde es eben doch differenzieren.

Ich selbst bin mit den unterschiedlichsten Tieren aufgewachsen und hatte und habe bis heute auch noch einen engen Bezug zu Tieren. Trotzdem wäre für mich selbst der Verlust eines Tieres eher zu akzeptieren, wie der plötzliche Verlust eines nahestehenden Menschen.

Wobei ich für mich ganz klar Grenzen setze, d. h. stirbt ein Mensch, nach einem erfüllten Leben in einem entsprechendem hohen Alter, ist das für mich plausibel und greifbar, ähnlich wäre das wohl bei einem Tier, wenn die Lebenserwartung erfüllt ist.
Beides reißt erstmal ein Loch und tut weh, aber man käme damit zurecht.

Anders ist es, wenn jemand plötzlich verstirbt, das Leben noch vor sich hätte etc., da ist die eigene Akzeptanz weit schwieriger.

Es ist ein schwieriges, sehr sensibles Thema. Damit muss man vorsichtig umgehen und die Meinungen gehen da zum Teil weit auseinander.

Ich wünsche Euch weiterhin alles Gute! Viele Grüße, Marie!

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