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Der Umgang mit dem Tod

Auf meinen letzten Eintrag habe ich eine sehr nette und freundliche Antwort erhalten. Keine oberflächliche, sondern eine, die zum Nachdenken anregt und zu einer- zumindest innerlichen - Diskussion, was den Tode betrifft. 

In der Antwort von Marie, hat sie mich darauf hingewiesen, dass es natürlich Unterschiede zwischen Mensch und Tier gibt, was deren Tod und die damit verbundene Trauer betrifft. Ich habe mich daraufhin mit meiner Einstellung, meiner Art mit dem Tod umzugehen, auseinandergesetzt.

Wenn ich sage, dass mir der Tod unseres Hundes, wie auch all seiner Vorgänger, seien es Hunde oder Katzen, nähergeht als der von Menschen, so gibt es für mich natürlich Unterschiede.

Der Tod, egal ob vorhersehbar oder plötzlich ohne Vorwarnung von Familienmitgliedern, nahe Verwandter und von engen Freunden macht sicherlich einen enormen Unterschied aus. Aber das war es dann auch schon. Ansonsten glaube ich, dass ich nur eine kurz andauernde Betroffenheit und das Mitgefühl für die Hinterbliebenen aufbringen kann.

Selbst bei der ersten Gruppe denke ich nicht, dass ich in allzu lange Depressionen verfallen würde. ICh muss und möchte es aber auch nicht wirklich wissen, ob es so wäre.

Tatsache ist, dass ich was dem Tod von Menschen, die mir weder nahe stehen, noch sonst eine Bedeutung haben, ziemlich kalt gegenüberstehe. Die meisten Menschen interessieren mich nicht. Ich setze mich zwar intensiv mit dem Wahnsinn der Welt auseinander, aber ich müsste lügen, wenn ich behaupten würde, dass mich die Schicksale der Betroffenen besonders berühren.

Vielleicht hängt das damit zusammen, dass ich mich ohnedies lieber zurückziehe und gerne alleine bin. Das klingt sonderbar, weil ich einen Beruf habe, bei dem ich viel mit Menschen zu tun habe. Und es gibt genug Leute, mit denen ich gerne beisammen bin. Aber es hat Grenzen.

Wenn ich so nachdenke, dann fehlt es mir sicher nicht an Empathie für andere, denn könnte ich nicht in meinem Job arbeiten, aber irgendwann ist in meinem Leben, vielleicht war es auch der Unfall, etwas verloren gegangen, ich weiß es nicht.

Der Tod und vor allem der Umgang mit ihm ist etwas sehr persönliches. Da ist das Fazit, das ich ziehe. Letztlich ist es jedem selber überlassen, wie man damit umgehen will und kann.

4.5.17 16:27

Letzte Einträge: Same procedure as every year, Alles gut gegangen, Der lange Weg zurück, Lagebericht, Wochenmitteilung, Blick in die Welt

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